Heizung und "Hydraulischer Abgleich"

Für alle Fragen der Heizungsinstallation bieten wir kompetente Fachplanung. Wärmebedarfsrechnung nach DIN 4701 (Diese alte Norm ist erprobt und besser, als die neue DIN EN 12831, weil diese Norm höhere und falsche Heizleistungsbedarfswerte liefert, als erforderlich) und Rohrnetzdimensionierung nach den physikalischen Regeln mit Berechnung der Armaturen, insbesondere der Thermostatventile, nach VDI 3805. Hier ist insbesondere ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage zu erwähnen. Energie- und kostensparende Maßnahmen schlagen wir nach Gesichtspunkten der Wirtschaftlich vor -> Energiespartechnik.

Die Planung erfolgt als Gesamtkonzept und integriert alle Belange der anderen gebäudetechnischen Gewerke, insbesondere die energierelevanten Bereiche der Wärmedämmung, Sanitär-, Klima- und Elektrotechnik.

Mit Leistungsverzeichnis und Ausschreibung nach VOB-Verdingungsordnung für Bauleistungen, ermitteln wir kostengünstige Fachfirmen für Ihre Bauausführung und übernehmen die Bauüberwachung. Wir prüfen die Qualität der Handwerksleistung und die korrekte Abrechnung.


Projektbeispiele Heizungsmodernisierung

Heizungsmodernisierung und -instandsetzung (Berlin-Wittenau)

Heizungsmodernisierung und -instandsetzung (Berlin-Wilmersdorf)

Umstellung von Einzelofen- auf Zentralheizung (Berlin-Wedding)

Ein hydraulischer Abgleich bewirkt eine bedarfsgerechte Verteilung des Heizungswassers auf die Heizkörper in den einzelnen Räumen. Hierzu ist es erforderlich, den sehr unterschiedlichen Heizleistungsbedarf der einzelnen Räume zu berechnen.

Das Heizungswasser hat aber nahezu überall in der Anlage die gleiche Vorlauftemperatur, die vom Kessel oder Heizkreismischer eingestellt wird und annähernd die gleiche Rücklauftemperatur. Damit nun eine bedarfsgerechte Energieversorgung der Heizkörper erreicht wird, muß der Volumenstrom des Heizungswassers durch die einzelnen Stränge und Heizkörper entsprechend eingestellt werden. Die Einstellung erfolgt an den Strangregulier- bzw. Heizkörper-Thermostatventilen. Diese Einstellwerte selbst müssen in Abhängigkeit von den Druckverlusten der Rohrleitungen und Armaturen berechnet werden.

Erfolgt diese Berechnung und Einstellung nicht, so kommt es meistens zu Überbeheizung einerseits und Unterbeheizung andererseits innerhalb einer Anlage und auch zu Geräuschen in den Thermostatventilen. Ohne langes Probieren können derartige Probleme nur mit dem hydraulischen Abgleich behoben oder vermieden werden.

Ein hydraulischer Abgleich erfolgt in 3 Schritten:
1. Berechnung des Heizleistungsbedarfs der einzelnen Räume.
2. Durchführung der Rohrnetzberechnung unter Berücksichtigung der Druckverluste mit den erforderlichen Wassermengen und Ermittlung der Einstellwerte.
3. Einregulierung der Armaturen auf die berechneten Einstellwerte.

Bei den oben genannten Anlagenbeispielen, aber auch in allen anderen von uns geplanten Anlagen wurde so vorgegangen, und die Anlagen arbeiteten von Beginn an ohne Probleme.

Energieeinsparung durch den hydraulischen Abgleich:



Die Energieeinsparung ergibt sich in dreierlei Hinsicht.
a) Verringerung von Wärmeverlusten am Kessel und im Rohrsystem (Verteilleitungen im unbeheizten Keller).
b) Verringerung der Leistung der Umwälzpumpen und damit Einsparung von elektrischer Energie.
c) Bei verschiedenen Fernheiznetzen kann neben der Energieeinsparung zusätzlich eine deutliche Kostenreduzierung bezüglich des Anschlußwertes erreicht werden.

Zu a: Bei Anlagen, die nicht abgeglichen sind, begegnet man der Unterbeheizung durch Anhebung der Vorlauftemperatur. Das führt am Kessel und in den Keller-Verteilleitungen zu erhöhten und unnötigen Wärmeverlusten, die eingespart werden können. Die Einsparung kann bis zu 5 % betragen.

Zu b: Häufig wird den Mängeln einer nicht abgeglichenen Anlage durch Einbau einer stärkeren Umwälzpumpe begegnet, um das Heizungswasser auch in die schlecht versorgten Heizkörper zu bringen. In der Vergangenheit konnten bis zu vierfach überhöhte Pumpenleistungen beobachtet werden. Damit ergibt sich bei einer bedarfsgerechten Auslegung der Heizungsumwälzpumpe nach dem hydraulischen Abgleich eine Stromeinsparung bis zu 75 %. Die Stromkosten der Heizungspumpe werden häufig unterschätzt, weil dieser Strom selten für sich gemessen wird.

Zu c: In verschiedenen Fernheiznetzen wird der Anschlußwert = Versorgungsleistung nach dem Primärvolumenstrom bestimmt und der Leistungspreis oder Grundpreis danach berechnet (Vattenfall, Berlin). Mit dem hydraulischen Abgleich läßt sich eine definiert niedrige Rücklauftemperatur im Sekundärsystem (Hausheizkreis) einstellen. Dadurch kann nun der Primärvolumenstrom und somit auch der Leistungspreis gesenkt werden. Theoretisch sind Kosteneinsparungen im Leistungspreis bis zu 50 % möglich - z. B. Systemtemperaturen von 90/70 auf 90/50 umstellen. Allerdings muß hierzu auch eine Überprüfung von ausreichenden Heizkörperleistungen (-größen) durchgeführt werden.

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